Veilchendienstagszug 2019 – Fair:OK! fairzaubert Mönchengladbach

Am 05. Februar 2019 bereicherte eine Delegation der Schülerfirma Fair:OK! unter dem Motto „Fairtrade fairzaubert“ die Gruppe der FairTrade Town Mönchengladbach beim diesjährigen Veilchendienstagszug.

11:11 Uhr, närrisch-schönes Wetter, Sturmfrisur garantiert: so startete unser großer Tag beim Veilchendienstagszug der Stadt Mönchengladbach. Nach einem Treffen mit den anderen Teilnehmern im „Café Ö“, bei dem die Aufgaben zu geteilt, die Kostüme angezogen und die letzten Dinge besprochen wurden, ging es auch schon los. Unter dem Motto Fairtrade fairzaubert zogen wir – natürlich verkleidet als Zauberer – mit vielen anderen Kämpfern für den Fairen Handel zum Aufstellplatz an der Lüpertzender Straße. Neben Vertretern des Gymnasiums Odenkirchen waren unter anderem auch Delegationen der Hochschule Niederrhein, des Eine-Welt-Ladens und des Berufskollegs Volksgarten zugegen.

Nach einem kurzen Foto-Shooting erreichten wir unseren Wagen, auf welchem sich direkt die besten Plätze gesichert wurden. Mit 4000 Rosen an Bord, über 30 Helferinnen und Helfern, kistenweise Wurfmaterial und natürlich fairer Kamelle trotzten wir dem stürmischen Wetter, dem lediglich der ein oder andere Spitzhut zum Opfer fiel. Tausende Menschen säumten den Zugweg, gute Stimmung herrschte auf dem Wagen und mit unseren Rosen konnten wir sicherlich mehr als nur den ein oder anderen Besucher fairzaubern.

Wir danken den Verantwortlichen für diesen wunderschönen Tag und blicken auf viele schöne Stunden am Zugweg zurück. Vielleicht sieht man sich nächstes Jahr wieder… —[AK]

Impressionen vom Umzug:

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Unsere Spendenübergabe an Burkina Faso

Am 11. Dezember war es so weit: Im Advent und kurz vor Weihnachten trafen sich Mitglieder der Schülerfirma Fair:OK! mit der Schulleitung und Herrn Coentges vom Verein „Hilfe für Burkina Faso e. V.“. Anlass dazu war die Spendenübergabe in Höhe von 500 €, die im Herbst diesen Jahres bei der Mitgliederversammlung der Schülerfirma von den anwesenden Förderern und Förderinnen durch Abstimmung entschieden worden war. Somit konnte symbolisch der eben genannte Betrag durch ein von den Schülern gefertigtes Plakat übergeben werden, mit dem zum Beispiel Kindern in Burkina Faso der Schulalltag vereinfacht werden kann, indem man ihnen Material zur Verfügung stellt.                                                     –[FA]

Zwischen Kaffeeduft und Weihnachtsstimmung – Weihnachtsmarkt in der Burggrafenhalle

Am 02. Dezember 2018 fand wieder der alljährliche Weihnachtsmarkt in der Burggrafenhalle statt – und die Schülerfirma „Fair:OK!“ war mitten drin! 

11 Uhr, Burggrafenhalle, gedimmtes Licht, Weihnachtslieder und die kuriosesten kleinen Stände, alle verteilt in der großen Halle. Ziemlich in der Mitte befand sich ein Stand, über und über mit Kaffeepaketen bedeckt. Dieser Stand gehörte der Schülerfirma, die gerne in der Vorweihnachtszeit den Odenkirchen-Café verkauft und den Fairen Handel zusammen mit dem weihnachtlichen Geist in die Welt hinausträgt – oder zumindest in die Weiten von Odenkirchen.

Oft fehlt es vielen Kaffeeproduzenten am Nötigsten, das Geld reicht kaum für den Lebensunterhalt und an Geschenke ist überhaupt nicht zu denken. Im Gegensatz dazu ist vielen von uns gar nicht bewusst, wo der Kaffee eigentlich herkommt. Um den Menschen zu zeigen, dass fair nicht unbedingt schwer sein muss, waren einige unserer Schülerfirma-Vertreter zum Teil den ganzen Tag vor Ort, haben über unsere Arbeit, den Fairen Handel und natürlich unseren Odenkirchen-Café informiert. Spaß hat es auch gemacht: „Romantic in red“ – so hätte man unsere Mitarbeiter nennen können, die sich, in mehr oder weniger weihnachtliche Pullis gehüllt, bemühten, die Besucher zu fairführen.

Insgesamt blicken wir auf einen schönen, erfolgreichen Tag in der Burggrafenhalle zurück, ganz im Sinne des Fairen Handels. –[AK]

Ein paar Impressionen zum Abschluss:

Besuch für die Schülerfirma – Treffen mit Moritz Pliester am 15. November

Hoher Besuch für die Schülerfirma? Das gibt es natürlich nicht alle Tage bei ‚Fair:OK!‘ – deshalb war es umso besonderer für uns, als wir am Donnerstag, dem 15. November, Moritz Pliester von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte bei einem unserer AG-Treffen empfangen durften!

Deloitte berät weltweit Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory und ConsultingThemen, mit denen wir uns logischerweise oft im Firmenalltag zu befassen haben. Daher haben wir uns gemeinsam zusammengesetzt, um eine der zentralsten Fragen unserer Firma zu besprechen: Wie können wir unser Geschäftsmodell verbessern?

Nach einem ersten freundlichen Händedruck und einer kurzen gegenseitigen Vorstellung war das Eis schnell gebrochen und wir konnten in unserer gemütlichen Runde im Selbstlernzentrum über das Geschäftsleben in unserer Firma sprechen. Bei Kaffee und koffeinfreien Getränken erläuterten wir Moritz, der uns Schülern wie es heutzutage in vielen Unternehmen üblich ist, das Du angeboten hatte, unser bisheriges Modell und besprachen mit ihm die firmeninternen Abläufe in der Hoffnung, von ihm gute Ratschläge zu erhalten. Unser Gast schien Gefallen gefunden zu haben; sowohl an unserem fairen Projekt selbst als auch an unserer bisherigen Zusammenarbeit untereinander. Gemeinsam mit ihm warfen wir noch einmal einen geschulten Blick auf unser Modell und zeigten ihm auch Pläne für unsere Zukunft als Firma. Dass wir sehr viel Lob zu hören bekamen, tat natürlich jedem einzelnen von uns gut – schließlich bedeutete das, dass wir aus Sicht eines Profis schon recht viel richtig machten und auf einem guten Weg waren.

Und so konnten wir uns auch etwas mehr als eine Stunde später dankbar für das Gespräch aufmachen und mit gutem Gewissen nach Hause gehen. An diesem Nachmittag hatten wir einiges über das Geschäftsleben in großen und auch kleinen Firmen lernen dürfen und konnten nun noch überzeugter und selbstsicherer in unserer eigenen Herzensangelegenheit durchstarten. –[LF]

Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich bei Moritz für das freundliche Gespräch und seine hilfreiche Beratung! 🙂

Die Website von Deloitte: http://www.deloitte.com/de

Moritz Pliester

Nicht zu überriechen – Der Kaffeeparcours bei der Schülerfirma Fair:OK!

Am 10.11.2018 lud das Gymnasium Odenkirchen wieder zum Tag der offenen Tür ein. Und auch die Schülerfirma „Fair:OK!“ war mitten drin: 

Samstag morgen, 08:30 Uhr, C-Bau des Gymnasiums Odenkirchen. Angeregtes und heiteres Summen erfüllt die Räume. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, Kartons gefüllt mit Odenkirchen-Kaffee transportiert und auch die ein oder andere Nase der kaffeeliebenden Lehrer wird durch die Tür gesteckt, hinter der die Schülerfirma eine ganze Kaffeefabrik errichtet hat. Nun ja, zumindest fast. Ein Kaffeeparcours lädt ein, die verschiedenen Stationen des Kaffees von der Bohne bis zum braunen Gebräu in der Tasse nachzuempfinden und so zu erahnen, welches Produkt wir da morgens eigentlich in der Tasse haben.

Wer mitmacht, durchläuft fünf verschiedene Stationen bis zum Ziel: 

Station 1: Zunächst werden exakt 50 gute Kaffeebohnen von anderen , in unserem Fall Linsen, in einer Schale getrennt. Aschenputtel? Alltag für viele Kaffeeproduzenten.

Station 2: Der Ertrag muss gewogen und transportiert werden, bei uns mit Jutesäcken und Bachsteinen von circa 14 kg. Echte Knochenarbeit, die der Realität immer noch nicht ganz gerecht wird.

Station 3: Der oftmals stark variierende Preis des Kaffees muss verhandelt werden. Hier kennen auch die Lehrer und Schüler, die die Station betreuen, keine Gnade.

Station 4: Wer es bis hierhin geschafft hat, fängt endlich mit der eigentlichen Verarbeitung der Kaffeebohnen an: Rösten und Mahlen, bis goldbraunes Pulver zum Vorschein kommt.

Station 5: Glückwunsch! Jetzt kommt der entscheidende Schritt, den wir schon kennen: das Kaffeekochen. Ob man die übrigen Stationen sorgfältig bearbeitet hat, zeigt sich erst jetzt. In der Regel mit einer warmen Tasse Kaffee in der Hand.

Egal ob heller oder dunkler Kaffee, Sortieren, Schleppen oder Rösten: bei allen, vor allem den Jüngeren, stößt das Projekt auf großes Interesse. Selbst tätig werden und gleichzeitig etwas über den Fairen Handel lernen? So geht Schule!

Ein weiterer Höhepunkt ist natürlich der Odenkirchen-Café, das Herzstück der Schülerfirma. An einem Tisch im Raum informieren Vertreter der Schülerfirma über die bisherigen Projekte und Fortschritte im Sinne der Integration des Fairen Handels an unserer Schule. Doch auch wer kein Kaffeefreund ist oder sich anderen tollen Projekten verschrieben hat, kann den Kaffeeröstgeruch genießen. Die einen lieben ihn, die anderen haut er wortwörtlich um!

Gemeinsam blicken wir mit unseren Begleitlehrern Frau Praas und Herrn Häke sowie Herrn Ostkirchen, der uns aufgrund einer zeitweisen Unterbesetzung dankenswerter Weise unterstützt hat, auf einen sehr ereignisreichen Tag der offenen Tür mit vielen neuen Begegnungen und Erfahrungen zurück. Aus unserer Sicht ist der Kaffeeparcours ein gutes und lebendiges Mittel, den Menschen den Fairen Handel ans Herz zu legen. Vielleicht ist es sogar ein Weg, zumindest unsere Besucher ein wenig zu fairändern. –[AK]

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen:

Wir sagen Danke – Lichterabend in Odenkirchen 2018

Mittlerweile ist fast genau ein Jahr seit der Veröffentlichung unseres Herzensprojekts, besser bekannt als Odenkirchen-Café, vergangen. Seit der feierlichen Zeremonie in der Aula, die im November 2017 die ersten Kaffeepakete unter die Leute gebracht hat, streifen wir wöchentlich durch die Odenkirchener Läden, um für die Nachlieferung unseres Kaffees zu sorgen. Doch was wären wir, die Schülerfirma „Fair:OK!“, ohne ebendiese ortsansässigen Geschäfte?

Kurz vor dem Lichterabend hatten wir uns in unserer gemütlichen Runde dazu entschieden, den Geschäften und ihren Inhabern für ihre Mühen auch etwas zurückzugeben. Dafür, dass sie uns von Anfang an beiseite gestanden und bereitwillig etwas Platz auf ihrer Ladentheke geräumt haben, damit unser Kaffee den Weg in die Tassen fand. Dafür, dass sie immer hinter uns und unserer guten Sache standen – denn ohne sie wäre unser Projekt kaum denkbar.

Daher zogen wir mit sieben Schülerinnen und Schülern und in Begleitung von Frau Praas am Freitag, dem 12. Oktober, los zum Lichterfest in der Mitte des Stadtteils. Mit kleinen Präsenten in der Hand zogen wir also von dannen und bedankten uns nach und nach in kleineren Gruppierungen beim Schreibwarenladen Kelz, bei der Geschenkboutique Come In und bei der Stadt-Apotheke Jansen. Unser Dankeschön an die Buchhandlung Prolibri konnten wir an diesem Abend nicht überbringen, denn seine Tür war trotz Lichterabend leider geschlossen (aber verschoben ist natürlich nicht aufgehoben!!). Auch ein paar Flyer wechselten an diesem Abend den Besitzer und gingen an interessierte Besucher des Festes.

So konnten wir nach unserem abschließenden Gruppenfoto und einem ereignisreichen Abend in Odenkirchen guten Gewissens nach Hause gehen. Wir finden: Der Teil mit der Dankbarkeit hat definitiv Wiederholungsbedarf! 🙂

Also: Vielen, vielen Dank an unsere kooperierenden Geschäfte für Ihre wunderbare Unterstützung!! Die Arbeit mit Ihnen ist uns ein wahres… Lichterfest! –[LF]

Unsere Besetzung für den Lichterabend (leider haben wir einen von uns noch vor dem Gruppenfoto verloren) – Arm in Arm und in etwas alberner Schunkellaune 🙂

Unsere Mitgliederversammlung 2018

Am 27. September war die Mitgliederversammlung unserer Schülerfirma. Die Vorstellung der Finanzen sowie die Abstimmung, wohin die Spende in diesem Jahr gehen sollte, standen auf dem Plan.

Ganz eindeutig wurde dabei von den Förderern und Förderinnen für Burkina Faso abgestimmt. Ein Betrag von 500€ konnte dafür locker gemacht werden, da der Rest für weitere Kaffeebestellungen und zum Erhalt der Firma nötig ist.

Zum Schluss konnte noch bei Musik Kaffee und Kuchen genossen und Gespräche bei gemütlicher Atmosphäre geführt werden. Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine Mitgliederversammlung geben. —[FA]

Impressionen unserer Versammlung:

Faires Treffen für eine faire Welt – Schülerfirma Fair: OK! trifft NEW-Chef Herrn Kindervatter

Trotz des Sturmtiefs Friederike ließen sich die Schülerinnen und Schüler sowie die betreuenden Lehrer Frau Praas und Herr Häke und der stellvertretende Schulleiter Herr Bünstorf des Gymnasiums Odenkirchen nicht entmutigen, den vereinbarten Termin am 18. Januar 2018 mit dem NEW-Chef Herrn Kindervatter wahrzunehmen.

Die Schülerfirma kam nicht allein. Sie brachten Herrn Kindervatter einen Präsentkorb mit verschiedenen fair gehandelten Leckereien und ein paar Informationen über den fairen Handel und die Schülerfirma. Das hatte den Hintergrund, dass Herr Kindervatter am 4. November des vergangenen Jahres im Minto am Nachhaltigkeitstag 100 Förderurkunden zu insgesamt 1.000 Euro erworben hatte. Damit hat er bei der Jahreshauptversammlung 100 Stimmen und kann somit mitbestimmen, wohin das gespendete Geld von allen Förderurkundenkäufern gehen soll. Dieses Stimmrecht hat er jedoch an Herrn Bünstorf abgegeben.

Nachdem nun ein paar Fotos geschossen worden waren, führten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer mit Herrn Kindervatter noch einige Gespräche und verabschiedeten sich. Und so waren sie einer faireren Welt für alle schon wieder ein Stück näher gekommen. —[FA]

Kaffeeplantage Odenkirchen – oder: Der Tag der offenen Tür am 25. November 2017

Am Tag der offenen Tür bot das Gymnasium Odenkirchen den großen und vor allem kleinen Besuchern einen Einblick in die vielfältigen Facetten des Schullebens. Auch viele Arbeitsgemeinschaften und Projekte der Schule präsentierten ihre Arbeiten und ließen die Besucher staunen. Von Sprachen über  musikalische und künstlerische Beiträge bis hin zu den Naturwissenschaften und vielem mehr war so ziemlich alles vertreten. Eine der an diesem Tag mit Abstand am häufigsten übertretenen Türschwellen war doch die der Schülerfirma Fair:OK!, die mit ihrem Kaffee-Parcours sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann zog.

Von der Bohne bis zum fertigen Kaffee mussten die Besucher verschiedene Aufgaben meistern, um ihren eigenen, selbst hergestellten Kaffee in den Händen zu halten.

Zunächst wurde sortiert. Mit Geschick sortierten die Kinder die Kaffeebohnen vom präparierten Rest, bis sie 47 kleine, unscheinbare Kaffeebohnen in ihren Körben hatten. Eine ziemliche Erbsen- oder besser gesagt Bohnenzählerei, doch in vielen Ländern der Welt müssen Kaffeebauern das jeden Tag tun: Kaffeebohne um Kaffeebohne sortieren, bis man sich vorkommt, als wäre man Aschenputtel.

Weiter ging es mit dem Transport, denn wenn ein Kaffeebauer erst mal die ganzen Bohnen geerntet hat, muss er sie schließlich auch von den Plantagen zu den Produktionsstätten beziehungsweise zu den Abnehmern bringen, um damit Geld zu verdienen. Um diese mühselige Arbeit zu simulieren, versuchten die Besucher Säcke mit Gewichten hochzuheben, um sich in etwa ein Gefühl davon machen zu können. Mithilfe einer Federwaage und den nimmermüden Muskeln von Sarah, die eigentlich in der Finanzabteilung tätig ist, konnten die Grundschüler und Interessierte das Gewicht der Säcke ablesen. 16-18 Kilogramm pro Sack. Ganz schön schwer.

Als nächstes wurde verhandelt. Mit einigen Münzen sowie roten, blauen und gelben Kärtchen verhandelten die Kinder wie Kaffeebauern mit ihren Abnehmern mit ein paar Vertretern der Schülerfirma über den Preis. Lief es gut, nahmen sie zusätzliches Geld ein, lief es weniger gut, verloren sie Münzen.

Und nun kommen wir auf den Anfang zurück. Erinnern Sie sich noch an die 47 Kaffeebohnen? Auch diese wurden weiterverarbeitet. Bei den letzten Stationen wurde mithilfe von den Schülerfirma-Vertretern Arne und Anjali fleißig geröstet und gemahlen und dann, ja dann war es endlich so weit und die Besucher hielten ihren ersten selbst gemachten Kaffee in den Händen.

Ein weiterer Höhepunkt der Schülerfirma war natürlich der erst wenige Tage vorher veröffentlichte Odenkirchen-Café, den die Schülerfirma Fair:OK! gemeinsam mit der Rheinischen Affaire entwickelt hat. Tatkräftig konnten Tim und Lina viele Menschen dazu bringen, diesen fair gehandelten Kaffee genauer in Augenschein zu nehmen.

Die Schülerfirma blickt gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrkräften Frau Praas und Herrn Häke auf einen erfolgreichen Tag auch im Zeichen des fairen Handels zurück, und versucht so, den Menschen den Fairen Handel ans Herz zu legen.

—[AK]

Zwischen Vorbereitungschaos und Kaffeeduft – Unsere Kaffeegala am Gymnasium Odenkirchen

Der 21. November 2017 sollte es sein, das hatten wir bei unseren letzten Treffen ausgemacht. Einladungen an unsere werten Förderer waren in den verschiedensten Postfächern gelandet, einzelne Programmpunkte hatten wir erst kurz vor knapp geregelt. Während ich mich letzten Monat noch darüber gefreut hatte, wie nah wir diesem Tag schon wären, war ich nun eher eingeschüchtert und hätte lieber noch mehr Zeit gehabt. Jetzt ging alles Schlag auf Schlag und wir nutzten jede verfügbare Minute, um die Kaffee-Gala unserer Schülerfirma für unsere Unterstützer zu einem ganz besonderen Event zu machen.

Offizieller Beginn sollte um Punkt 16:00 Uhr sein, wir als Schüler trafen uns aber schon direkt im Anschluss an die fünfte Stunde. Zuerst hatte ich gedacht, das wäre viel zu früh – zweieinhalb Stunden, allein zum Aufbau und Schmücken der Aula, wer brauchte das schon? -, doch als wir dann erst einmal mit der Action konfrontiert waren, zählte auch hier jede Sekunde. Unzählige Stühle mussten gestapelt und in den Nebenraum gebracht werden, gefühlt tonnenschwere Stehtische sollten mithilfe starker Arme die Etage wechseln, unser mitgebrachter Kuchen sowie das Herzstück unserer Gala, die ersten Pakete unseres Odenkirchen-Cafés, waren ebenfalls noch nicht an Ort und Stelle. Schleppen, Schleppen und noch mehr Schleppen war angesagt. Keine Ahnung, wie oft ich an diesem Tag wirklich schon die Treppen hoch und runter gerannt war, es war jedenfalls oft genug. Wir machten Arbeitsteilung; die einen dekorierten die aufgestellten Gruppentische für die Gäste, die anderen kümmerten sich um den Kuchenstand, wiederum andere bereiteten die Verkaufsstände vor und dann gab es auch natürlich noch die, die den frisch aufgebrühten Odenkirchen-Café kannenweise vom Lehrerzimmer aus in die zweite Etage schleppten. Es gab offensichtlich genug zu tun, die Zeit lief uns davon. Die Schülerfirma arbeitete auf Hochtouren, wir trafen letzte Vereinbarungen und Absprachen und machten uns gemeinsam bereit für unseren großen Moment.

Ich war eigentlich noch gar nicht wirklich fertig, als ich schon die ersten Erwachsenenstimmen vor der Tür der Aula hörte, doch natürlich wartete keiner auf mich. Eltern, Bekannte, Sympathisanten unseres Projekts – alle möglichen Arten von Förderern strömten zahlreich in den weitläufigen Raum, sahen sich um, wechselten ein paar Worte mit uns, nahmen Platz. Unser Auftritt war nun endlich gekommen!

Unsere Veranstaltung begann mit den Grußworten unserer Schulleitung, unserer Begleiterin von der Rheinischen Affaire, Frau Welbers, sowie von Frau Heinen-Dauber, Bürgermeisterin des Stadtteils Odenkirchen. Aufgeregt lauschten wir Firmenmitglieder den kleinen Reden im hinteren Bereich, während wir schon heimlich mit dem einen oder anderen Glas Sekt anstießen – na gut, es waren eigentlich nur Sektgläser mit Orangensaft. Daraufhin wagten sich Hannah und Sarah gemeinsam auf die große Bühne der Aula, um mit Mikrofonen und einer PowerPoint-Präsentation ausgestattet unsere Firma der großen Runde vorzustellen. Kaum war dies einwandfrei wortwörtlich „von der Bühne gegangen“, spielten unsere ehrenwerten Helfer von der Technik-AG einen Animationsfilm von der mit uns kooperierenden Rheinischen Affaire. Für ungefähr zehn Minuten herrschte bei gedämmtem Licht eine gemütliche Atmosphäre unter unseren Gästen, die ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem Video über die weite Reise, die eine einzelne Bohne bis zum aufgebrühten Kaffee hinter sich bringt.

Zum Abschluss unseres festen Programms war es dann soweit: Unter der Moderation unserer Mitarbeiter, Amelie und Tim, wurde auf der Bühne feierlich und hochoffiziell das erste Paket unseres Odenkirchen-Cafés für die Öffentlichkeit enthüllt. Nachdem ein kleiner Countdown heruntergezählt worden war, durften somit die Gäste unserer Veranstaltung zum ersten Mal einen Blick auf das lokale Design unseres Herzensprojekts werfen. Gemeinschaftlich durfte dann auch überlegt werden, wofür die einzelnen Elemente auf unserer Banderole stehen: Sei es der Burgturm, die Laurentiuskirche oder unser Gymnasium selbst, auf dem Design lassen sich zahlreiche, für Odenkirchen charakteristische Sehenswürdigkeiten wiederfinden.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir einen fließenden Übergang in unseren gemütlichen Kaffeetrunk. Zu lateinamerikanischer Musik im Hintergrund schenkten wir unseren werten Gästen tassenweise fair gehandelten Kaffee aus und stellten uns dem Ansturm der Kaufwütigen. Paket für Paket ging an unserem Verkaufsstand über die Ladentheke, es wurde fleißig gespendet und mit dem Geldsortieren kamen wir Verkäufer kaum noch hinterher. Irgendwie herrschte eine sonderbare, ganz wohlige Atmosphäre bei unserer Kaffee-Gala: Verschiedene, einander fremde Menschen kamen an den Tischen zusammen, unterhielten sich wie bei einem Kaffeekränzchen in einer großen Runde bei einer Tasse Odenkirchen-Café. Am Ende unserer Gala gingen wir schließlich gut gelaunt, beinahe ausverkauft und ziemlich geschafft nach Hause. All die Mühen war dieser Abend allemal wert gewesen.              -[LF]