Wir sagen Danke – Lichterabend in Odenkirchen 2018

Mittlerweile ist fast genau ein Jahr seit der Veröffentlichung unseres Herzensprojekts, besser bekannt als Odenkirchen-Café, vergangen. Seit der feierlichen Zeremonie in der Aula, die im November 2017 die ersten Kaffeepakete unter die Leute gebracht hat, streifen wir wöchentlich durch die Odenkirchener Läden, um für die Nachlieferung unseres Kaffees zu sorgen. Doch was wären wir, die Schülerfirma „Fair:OK!“, ohne ebendiese ortsansässigen Geschäfte?

Kurz vor dem Lichterabend hatten wir uns in unserer gemütlichen Runde dazu entschieden, den Geschäften und ihren Inhabern für ihre Mühen auch etwas zurückzugeben. Dafür, dass sie uns von Anfang an beiseite gestanden und bereitwillig etwas Platz auf ihrer Ladentheke geräumt haben, damit unser Kaffee den Weg in die Tassen fand. Dafür, dass sie immer hinter uns und unserer guten Sache standen – denn ohne sie wäre unser Projekt kaum denkbar.

Daher zogen wir mit sieben Schülerinnen und Schülern und in Begleitung von Frau Praas am Freitag, dem 12. Oktober, los zum Lichterfest in der Mitte des Stadtteils. Mit kleinen Präsenten in der Hand zogen wir also von dannen und bedankten uns nach und nach in kleineren Gruppierungen beim Schreibwarenladen Kelz, bei der Geschenkboutique Come In und bei der Stadt-Apotheke Jansen. Unser Dankeschön an die Buchhandlung Prolibri konnten wir an diesem Abend nicht überbringen, denn seine Tür war trotz Lichterabend leider geschlossen (aber verschoben ist natürlich nicht aufgehoben!!). Auch ein paar Flyer wechselten an diesem Abend den Besitzer und gingen an interessierte Besucher des Festes.

So konnten wir nach unserem abschließenden Gruppenfoto und einem ereignisreichen Abend in Odenkirchen guten Gewissens nach Hause gehen. Wir finden: Der Teil mit der Dankbarkeit hat definitiv Wiederholungsbedarf! 🙂

Also: Vielen, vielen Dank an unsere kooperierenden Geschäfte für Ihre wunderbare Unterstützung!! Die Arbeit mit Ihnen ist uns ein wahres… Lichterfest! –[LF]

Unsere Besetzung für den Lichterabend (leider haben wir einen von uns noch vor dem Gruppenfoto verloren) – Arm in Arm und in etwas alberner Schunkellaune 🙂

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Unsere Mitgliederversammlung 2018

Am 27. September war die Mitgliederversammlung unserer Schülerfirma. Die Vorstellung der Finanzen sowie die Abstimmung, wohin die Spende in diesem Jahr gehen sollte, standen auf dem Plan.

Ganz eindeutig wurde dabei von den Förderern und Förderinnen für Burkina Faso abgestimmt. Ein Betrag von 500€ konnte dafür locker gemacht werden, da der Rest für weitere Kaffeebestellungen und zum Erhalt der Firma nötig ist.

Zum Schluss konnte noch bei Musik Kaffee und Kuchen genossen und Gespräche bei gemütlicher Atmosphäre geführt werden. Auch im nächsten Jahr soll es wieder eine Mitgliederversammlung geben. —[FA]

Impressionen unserer Versammlung:

Faires Treffen für eine faire Welt – Schülerfirma Fair: OK! trifft NEW-Chef Herrn Kindervatter

Trotz des Sturmtiefs Friederike ließen sich die Schülerinnen und Schüler sowie die betreuenden Lehrer Frau Praas und Herr Häke und der stellvertretende Schulleiter Herr Bünstorf des Gymnasiums Odenkirchen nicht entmutigen, den vereinbarten Termin am 18. Januar 2018 mit dem NEW-Chef Herrn Kindervatter wahrzunehmen.

Die Schülerfirma kam nicht allein. Sie brachten Herrn Kindervatter einen Präsentkorb mit verschiedenen fair gehandelten Leckereien und ein paar Informationen über den fairen Handel und die Schülerfirma. Das hatte den Hintergrund, dass Herr Kindervatter am 4. November des vergangenen Jahres im Minto am Nachhaltigkeitstag 100 Förderurkunden zu insgesamt 1.000 Euro erworben hatte. Damit hat er bei der Jahreshauptversammlung 100 Stimmen und kann somit mitbestimmen, wohin das gespendete Geld von allen Förderurkundenkäufern gehen soll. Dieses Stimmrecht hat er jedoch an Herrn Bünstorf abgegeben.

Nachdem nun ein paar Fotos geschossen worden waren, führten die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrer mit Herrn Kindervatter noch einige Gespräche und verabschiedeten sich. Und so waren sie einer faireren Welt für alle schon wieder ein Stück näher gekommen. —[FA]

Kaffeeplantage Odenkirchen – oder: Der Tag der offenen Tür am 25. November 2017

Am Tag der offenen Tür bot das Gymnasium Odenkirchen den großen und vor allem kleinen Besuchern einen Einblick in die vielfältigen Facetten des Schullebens. Auch viele Arbeitsgemeinschaften und Projekte der Schule präsentierten ihre Arbeiten und ließen die Besucher staunen. Von Sprachen über  musikalische und künstlerische Beiträge bis hin zu den Naturwissenschaften und vielem mehr war so ziemlich alles vertreten. Eine der an diesem Tag mit Abstand am häufigsten übertretenen Türschwellen war doch die der Schülerfirma Fair:OK!, die mit ihrem Kaffee-Parcours sowohl Kinder als auch Erwachsene in ihren Bann zog.

Von der Bohne bis zum fertigen Kaffee mussten die Besucher verschiedene Aufgaben meistern, um ihren eigenen, selbst hergestellten Kaffee in den Händen zu halten.

Zunächst wurde sortiert. Mit Geschick sortierten die Kinder die Kaffeebohnen vom präparierten Rest, bis sie 47 kleine, unscheinbare Kaffeebohnen in ihren Körben hatten. Eine ziemliche Erbsen- oder besser gesagt Bohnenzählerei, doch in vielen Ländern der Welt müssen Kaffeebauern das jeden Tag tun: Kaffeebohne um Kaffeebohne sortieren, bis man sich vorkommt, als wäre man Aschenputtel.

Weiter ging es mit dem Transport, denn wenn ein Kaffeebauer erst mal die ganzen Bohnen geerntet hat, muss er sie schließlich auch von den Plantagen zu den Produktionsstätten beziehungsweise zu den Abnehmern bringen, um damit Geld zu verdienen. Um diese mühselige Arbeit zu simulieren, versuchten die Besucher Säcke mit Gewichten hochzuheben, um sich in etwa ein Gefühl davon machen zu können. Mithilfe einer Federwaage und den nimmermüden Muskeln von Sarah, die eigentlich in der Finanzabteilung tätig ist, konnten die Grundschüler und Interessierte das Gewicht der Säcke ablesen. 16-18 Kilogramm pro Sack. Ganz schön schwer.

Als nächstes wurde verhandelt. Mit einigen Münzen sowie roten, blauen und gelben Kärtchen verhandelten die Kinder wie Kaffeebauern mit ihren Abnehmern mit ein paar Vertretern der Schülerfirma über den Preis. Lief es gut, nahmen sie zusätzliches Geld ein, lief es weniger gut, verloren sie Münzen.

Und nun kommen wir auf den Anfang zurück. Erinnern Sie sich noch an die 47 Kaffeebohnen? Auch diese wurden weiterverarbeitet. Bei den letzten Stationen wurde mithilfe von den Schülerfirma-Vertretern Arne und Anjali fleißig geröstet und gemahlen und dann, ja dann war es endlich so weit und die Besucher hielten ihren ersten selbst gemachten Kaffee in den Händen.

Ein weiterer Höhepunkt der Schülerfirma war natürlich der erst wenige Tage vorher veröffentlichte Odenkirchen-Café, den die Schülerfirma Fair:OK! gemeinsam mit der Rheinischen Affaire entwickelt hat. Tatkräftig konnten Tim und Lina viele Menschen dazu bringen, diesen fair gehandelten Kaffee genauer in Augenschein zu nehmen.

Die Schülerfirma blickt gemeinsam mit ihren begleitenden Lehrkräften Frau Praas und Herrn Häke auf einen erfolgreichen Tag auch im Zeichen des fairen Handels zurück, und versucht so, den Menschen den Fairen Handel ans Herz zu legen.

—[AK]

Zwischen Vorbereitungschaos und Kaffeeduft – Unsere Kaffeegala am Gymnasium Odenkirchen

Der 21. November 2017 sollte es sein, das hatten wir bei unseren letzten Treffen ausgemacht. Einladungen an unsere werten Förderer waren in den verschiedensten Postfächern gelandet, einzelne Programmpunkte hatten wir erst kurz vor knapp geregelt. Während ich mich letzten Monat noch darüber gefreut hatte, wie nah wir diesem Tag schon wären, war ich nun eher eingeschüchtert und hätte lieber noch mehr Zeit gehabt. Jetzt ging alles Schlag auf Schlag und wir nutzten jede verfügbare Minute, um die Kaffee-Gala unserer Schülerfirma für unsere Unterstützer zu einem ganz besonderen Event zu machen.

Offizieller Beginn sollte um Punkt 16:00 Uhr sein, wir als Schüler trafen uns aber schon direkt im Anschluss an die fünfte Stunde. Zuerst hatte ich gedacht, das wäre viel zu früh – zweieinhalb Stunden, allein zum Aufbau und Schmücken der Aula, wer brauchte das schon? -, doch als wir dann erst einmal mit der Action konfrontiert waren, zählte auch hier jede Sekunde. Unzählige Stühle mussten gestapelt und in den Nebenraum gebracht werden, gefühlt tonnenschwere Stehtische sollten mithilfe starker Arme die Etage wechseln, unser mitgebrachter Kuchen sowie das Herzstück unserer Gala, die ersten Pakete unseres Odenkirchen-Cafés, waren ebenfalls noch nicht an Ort und Stelle. Schleppen, Schleppen und noch mehr Schleppen war angesagt. Keine Ahnung, wie oft ich an diesem Tag wirklich schon die Treppen hoch und runter gerannt war, es war jedenfalls oft genug. Wir machten Arbeitsteilung; die einen dekorierten die aufgestellten Gruppentische für die Gäste, die anderen kümmerten sich um den Kuchenstand, wiederum andere bereiteten die Verkaufsstände vor und dann gab es auch natürlich noch die, die den frisch aufgebrühten Odenkirchen-Café kannenweise vom Lehrerzimmer aus in die zweite Etage schleppten. Es gab offensichtlich genug zu tun, die Zeit lief uns davon. Die Schülerfirma arbeitete auf Hochtouren, wir trafen letzte Vereinbarungen und Absprachen und machten uns gemeinsam bereit für unseren großen Moment.

Ich war eigentlich noch gar nicht wirklich fertig, als ich schon die ersten Erwachsenenstimmen vor der Tür der Aula hörte, doch natürlich wartete keiner auf mich. Eltern, Bekannte, Sympathisanten unseres Projekts – alle möglichen Arten von Förderern strömten zahlreich in den weitläufigen Raum, sahen sich um, wechselten ein paar Worte mit uns, nahmen Platz. Unser Auftritt war nun endlich gekommen!

Unsere Veranstaltung begann mit den Grußworten unserer Schulleitung, unserer Begleiterin von der Rheinischen Affaire, Frau Welbers, sowie von Frau Heinen-Dauber, Bürgermeisterin des Stadtteils Odenkirchen. Aufgeregt lauschten wir Firmenmitglieder den kleinen Reden im hinteren Bereich, während wir schon heimlich mit dem einen oder anderen Glas Sekt anstießen – na gut, es waren eigentlich nur Sektgläser mit Orangensaft. Daraufhin wagten sich Hannah und Sarah gemeinsam auf die große Bühne der Aula, um mit Mikrofonen und einer PowerPoint-Präsentation ausgestattet unsere Firma der großen Runde vorzustellen. Kaum war dies einwandfrei wortwörtlich „von der Bühne gegangen“, spielten unsere ehrenwerten Helfer von der Technik-AG einen Animationsfilm von der mit uns kooperierenden Rheinischen Affaire. Für ungefähr zehn Minuten herrschte bei gedämmtem Licht eine gemütliche Atmosphäre unter unseren Gästen, die ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem Video über die weite Reise, die eine einzelne Bohne bis zum aufgebrühten Kaffee hinter sich bringt.

Zum Abschluss unseres festen Programms war es dann soweit: Unter der Moderation unserer Mitarbeiter, Amelie und Tim, wurde auf der Bühne feierlich und hochoffiziell das erste Paket unseres Odenkirchen-Cafés für die Öffentlichkeit enthüllt. Nachdem ein kleiner Countdown heruntergezählt worden war, durften somit die Gäste unserer Veranstaltung zum ersten Mal einen Blick auf das lokale Design unseres Herzensprojekts werfen. Gemeinschaftlich durfte dann auch überlegt werden, wofür die einzelnen Elemente auf unserer Banderole stehen: Sei es der Burgturm, die Laurentiuskirche oder unser Gymnasium selbst, auf dem Design lassen sich zahlreiche, für Odenkirchen charakteristische Sehenswürdigkeiten wiederfinden.

Gegen 17:00 Uhr hatten wir einen fließenden Übergang in unseren gemütlichen Kaffeetrunk. Zu lateinamerikanischer Musik im Hintergrund schenkten wir unseren werten Gästen tassenweise fair gehandelten Kaffee aus und stellten uns dem Ansturm der Kaufwütigen. Paket für Paket ging an unserem Verkaufsstand über die Ladentheke, es wurde fleißig gespendet und mit dem Geldsortieren kamen wir Verkäufer kaum noch hinterher. Irgendwie herrschte eine sonderbare, ganz wohlige Atmosphäre bei unserer Kaffee-Gala: Verschiedene, einander fremde Menschen kamen an den Tischen zusammen, unterhielten sich wie bei einem Kaffeekränzchen in einer großen Runde bei einer Tasse Odenkirchen-Café. Am Ende unserer Gala gingen wir schließlich gut gelaunt, beinahe ausverkauft und ziemlich geschafft nach Hause. All die Mühen war dieser Abend allemal wert gewesen.              -[LF]

Nachhaltigkeitstag im Minto – Von Höhen und Tiefen im Einkaufszentrum

Zu früh dran, mit einem Fruchtsaft in der Hand und ziemlich vereinsamt am Treffpunkt geparkt. Genau das war ich am 4. November, als wir uns mit der Schülerfirma anlässlich des Nachhaltigkeitstags im Minto, dem Mönchengladbacher Shoppingcenter, verabredet hatten. Ich hatte es tatsächlich vollbracht, eine halbe Stunde zu früh auf den Sitzbänken vor dem Spielplatz des Erdgeschosses zu landen. Die meisten Geschäfte waren noch zu, nur die einzelnen, quer über die ganze Etage verteilten Stände zum Thema Nachhaltigkeit standen schon bereit. Und von meinen Leuten war weit und breit keine Spur. Die Erlösung kam schließlich gegen kurz vor zehn Uhr mit zweien meiner Kollegen, auf die nach und nach der Rest der Bande folgte. Mit insgesamt fünf Schülern plus unserer Lehrerin waren wir komplett und bereit, das Einkaufszentrum mit Fairem Handel unsicher zu machen – denn besonders jetzt, wo der Odenkirchen-Café in greifbarer Nähe war, mussten wir an unserem Bekanntheitsgrad arbeiten.

Wir hatten unser kleines Kaffeeparadies direkt beim Stand der Fairtrade-Town errichtet; Musterexemplare unsrer Kaffeepakete, eine Menge Broschüren und natürlich ein ganzer Stapel Förderurkunden lag für Interessenten bereit. Während des Aufbaus schickten wir ab und zu mal einen aufgeregten Blick in Richtung Bühne, denn auch beim Talk gegen zwölf Uhr waren wir vertreten. Kein Wunder, dass da schon eine gewisse Spannung in der Luft lag, wenn wir darüber nachdachten, dass wir gleich unseren Frederik für ein Podiumsgespräch mit nicht gerade unbekannten Persönlichkeiten entbehren würden. Aber bis dahin war natürlich noch viel Zeit; Zeit, die leider nicht ganz so schnell vergehen wollte, wie erhofft… Denn wenn hier Leute vorbeikamen, kamen sie hier vorbei, um direkt im nächsten Geschäft zu verschwinden. Und wenn mal jemand anhielt, um sich unseren Stand näher anzugucken, dann verweilte er ebenso kurz und zog sofort wieder weiter. Es war unglaublich frustrierend, so in den Tag zu starten. Zu Beginn wollte das Geschäft einfach nicht in Fahrt kommen. Wir wechselten uns ab, jeder durfte (oder musste) einmal die Stellung halten; auch wenn da gerade gar nichts los war.

Doch ein paar Minuten vor zwölf Uhr war wieder Action angesagt: Um die Bühne vor REWE und dm bildete sich mit der Zeit ein kleiner Halbkreis aus interessierten Zuschauern, die letzten Absprachen standen an. Kameras wurden in Position gerückt, die Teilnehmer fanden sich ein. Als der Moderator des Nachmittags, Philipp Braun von Radio 90.1 Mönchengladbach, die Runde eröffnete, wurde es erst recht spannend. Unter Applaus wurden wichtige Gladbacher auf die Bühne geholt; den goldenen Abschluss stellte dabei Frederik dar, der sich mutig in das Gespräch über Nachhaltigkeit gestürzt hatte. Anfängliche Nervosität war schnell verflogen, denn sobald das Mikrofon in seiner Hand lag, redete er selbstbewusst über unsere Schülerfirma und lieferte den Zuschauern und Zuhörern souverän einige Fakten zu uns und unserem Handeln.

Frederiks Mut hatte sich ausgezahlt, wie man wenig später sah: Plötzlich kam ein Interessent nach dem anderen angerauscht, um uns eine Zehn-Euro-Förderurkunde abzunehmen. Darunter auch die Teilnehmer unseres Bühnentalks, die bereitwillig zehn Euro für unser Projekt spendierten. Besonders nennenswert war natürlich, dass Herr Kindervatter, Vorstandsvorsitzender der NEW, uns nicht mit einer, sondern direkt mit einhundert(!) Urkunden und damit verbundenen tausend Euro unterstützte. Was wir anfangs für einen Scherz gehalten hatten, war tatsächlich vollkommen ernst gemeint gewesen; plötzlich hatte unsere Schülerfirma, die nach der ersten Kaffee-Großbestellung am finanziellen Limit arbeitete, einen riesigen Gewinn gemacht. Dass sich noch viele weitere Förderer an diesem Tag fanden, steigerte unsere Freude umso mehr. So ermüdend der Nachhaltigkeitstag an unserem kleinen Fair:OK!-Stand im Minto auch angefangen hatte – er wurde nach und nach immer besser. Unsere Gruppe verkleinerte sich schleichend, und schlussendlich standen wir nur noch zu dritt da. Kein Grund für uns, die Vermarktung zu stoppen; wir zogen bepackt mit Flyern und Urkunden von Stand zu Stand und boten auch den anderen Ausstellern unsere Produkte an.

Man kann nun sagen, was man will: Die Veranstaltung hat für uns ihre Höhen und Tiefen gehabt – doch gelohnt hat sich der Nachhaltigkeitstag allemal. Und so konnten wir doch alle mit einem guten Gefühl den Heimweg antreten; oder weiter durch das Shoppingcenter streifen und einfach den Tag genießen.            -[LF]

Unser Gruppenfoto – die Schülerfirma sowie Minto-Centermanagerin Frau Queißer und Oberbürgermeister Herrn Reiners (die wir nun auch zu unseren Förderern zählen dürfen). 🙂

Und hier nochmal unser Showman Frederik mit Frau Queißer und Herrn Kaiser…

Gerade unterzeichnet: Herr Reiners beim Erwerb einer unserer Förderurkunden.

Lichterabend – Unsere Schülerfirma im Marketing-Fieber

Die Sohlen meiner Turnschuhe quietschten leicht, als ich stürmisch die Burgstraße entlangrannte. Treffpunkt am Pavillon, hatten die anderen gesagt. 20. Oktober, um 18 Uhr am Pavillon in Odenkirchen, zum Lichterabend. Natürlich war ich spät dran, das war fast vorhersehbar. Immer zu früh oder zu spät. Ich war froh, als ich meine Leute schon unerwartet auf halbem Wege antraf; sie standen vor der Bäckerei Kamphausen, unterhielten sich angeregt miteinander. Vier Schüler meiner Firma, unsere Begleitlehrerin Frau Praas und die Odenkirchener Bürgermeisterin Frau Heinen-Dauber. Alle versammelt, um gemeinsam durch die Läden unseres kleinen Stadtteils zu streifen und unseren Odenkirchen-Café zu vermarkten. 

An diesem Abend war ganz schön was los: der Marktplatz war voller Essensstände und Menschen, die Burgfreiheit war bis zur Kreuzung Burgmühle vollständig abgesperrt und die Odenkirchener schlenderten durch die heute extra lange geöffneten Geschäfte. Teelichter lagen, geschützt von kleinen Töpfen, am Rande des Bürgersteigs und sorgten für die gewisse Atmosphäre, die den Lichterabend zusammen mit der feierlichen Musik zu dem machten, was er nunmal war.

Als ich mich der Gruppe angeschlossen hatte, waren wir vollzählig und bereit, die nächsten Gewerbe näher unter die Lupe zu nehmen. Wir spazierten mit einem Tragekorb voller Broschüren, Förderurkunden und Beispielen für unseren Kaffee an den vielen Passanten vorbei und durchforsteten die Läden, um mehr Inhaber zu finden, die bereit waren, unseren Odenkirchen-Café unter die Leute zu bringen. Und wir hatten Erfolg; mit der Bürgermeisterin und ein wenig Vermarktungs-Talent hinterließ unser fairer Kaffee tatsächlich seine Spuren. Man sagte uns, dass das ein schönes Projekt sei und dass man sicher versuchen könnte, seinen Teil dazu beizutragen. Nicht nur potenzielle Verkäufer warben wir damit an, sondern auch neue Förderer, die uns mit dem Kauf einer Förderurkunde wieder ein Stück nach vorne brachten. In den verschiedensten Arten von Geschäften, egal ob Apotheke, Schreibwaren-Fachhandel oder Geschenkboutique – wir fanden viel Zuspruch und bei einigen sogar Unterstützung. 

Nachdem wir im Herzen unseres Stadtteils so gut wie alle möglichen Verkaufsstellen abgeklappert und uns von Frau Heinen-Dauber verabschiedet hatten, sahen wir uns auch noch etwas außerhalb um, doch dort wurden wir leider nicht fündig. Stattdessen spendierte unsere Lehrerin uns großartigerweise ein Eis zum krönenden Abschluss, woraufhin wir dann herumalbernd mit zwei großen Kugeln Eiscreme in der Waffel vor der Eisdiele standen. Es kamen die verrücktesten Gespräche zustande, nicht nur zum Thema Fairer Handel, während ich mir zufrieden mein Cookie-Eis einverleibte. Die Runde fand jedoch abruptes Ende, und nach unserem kleinen, verwackelten Abschlussfoto, auf dem man die Hälfte von uns leider nur schwer erahnen konnte, löste sich die „Fair:OK!“-Truppe fix auf. Schließlich ging jeder seines Weges – einige von uns machten sich auf nach Hause, andere hatten Termine, und wiederum andere suchten den Umweg über die Pizzeria zur Baguetterie, um den Lichterabend noch ein kleinwenig länger zu genießen. Ich jedenfalls hatte meinen Spaß, und die anderen vermutlich auch.                                                  –[LF]


 Und das… Das war unser Abschlussfoto. Über die Qualität lässt sich streiten… Selbstporträt mit Dämmerlicht halt.

Der Odenkirchen-Café – Ein Stück Firmengeschichte

Endlich ist er da: unser Odenkirchen-Café. Doch bis dahin war es ein langer Weg, der ohne das große Engagement der Mitglieder der Schülerfirma ,,Fair:OK!“ sowie die Hilfe der Unterstützerinnen und Unterstützer nicht hätte bewältigt werden können.

Entstanden ist die Idee, einen fair gehandelten Odenkirchen-Café zu entwickeln, bei einem Besuch der bis dahin noch als AG tätigen Schülerfirma am Norbert-Gymnasium Knechtsteden, dessen Schülerfirma sich bereits mit sehr vielseitigen und kreativen Ideen für den Fairen Handel, zu denen auch der Knechtsteden-Café zählt, eingesetzt hat. Dadurch kam AG-intern die Frage auf: Warum nicht auch eine Schülerfirma gründen und einen Odenkirchen-Café erstellen? Gesagt, getan. Am 2. Juni 2017 war es dann soweit: die engagierten Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte wurden offiziell als Schülerfirma „Fair:OK!“ anerkannt und begannen sofort mit der Arbeit. Zunächst setzten sich die Mitglieder der Schülerfirma gemeinsam mit der „Rheinischen Affaire“, mit deren Hilfe der Odenkirchen-Café entstehen sollte, an einen Tisch, um Grundlegendes in die Wege zu leiten. Da für die Produktion und insbesondere für den Grafiker eine mehrstellige Summe benötigt wurde, beschloss die Gruppe, Förderurkunden im Wert von jeweils 10 Euro auszustellen, um den Traum vom eigenen Odenkirchen-Café zu verwirklichen. In den nächsten Monaten war die Schülerfirma kaum zu bremsen: Es wurden Flyer und Präsentationen erstellt, Radiobeiträge produziert, eine eigene Internetseite eingerichtet sowie Plakate und Kaffee-Ratespiele vorbereitet, die dann auf unterschiedlichste Weise unter die Menschen gebracht wurden. Bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Hoffest des Lenßenhofes, den Schulkonzerten „Herzenssachen“, dem Fairen Frühstück und dem Lichterabend des Gewerbekreises Odenkirchen – die Schüler waren beinahe überall vertreten. Bereits nach wenigen Monaten konnte der benötigte Betrag erreicht werden. Daher setzten sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften Frau Praas und Herrn Häke sowie mit Herrn Christian Bauer, dem Grafiker, zusammen, um gemeinsam die Banderolengestaltung, auf der später einige der Wahrzeichen Odenkirchens zu sehen sein sollten, zu besprechen.

Und nun, gerade mal fünf Monate später, ist es endlich soweit. Am Dienstag, den 21. November 2017, um 16:00 Uhr, wird der Odenkirchen-Café im Rahmen einer fairen Kaffee-Gala feierlich im Kreise seiner Freunde und Förderer in der Aula des Gymnasiums Odenkirchen eingeweiht.

Die Schülerfirma freut sich auf einen unvergesslichen Tag ganz im Zeichen des Fairen Handels und hofft, die Welt auf diesem Wege vielleicht ein bisschen fairer zu gestalten!                         –[AK]

Das Faire Frühstück – und wir mittendrin!

Am 30. September 2017 gehörten wir zu den herzlich eingeladenen Gästen, die mit anderen Fair-Trade-Begeisterten aus Mönchengladbach im Elisenhof speisen durften. Für uns als relativ junges Unternehmen war dies natürlich eine wunderbare Gelegenheit zum Austauschen, Kontakteknüpfen und Werben. So konnte unsere Truppe sagenhafte fünfzehn Förderurkunden (!) auf einmal an den Mann (und an die Frau) bringen. Wir sagen deshalb „Danke“ an die Organisatoren des Fairen Frühstücks und an unsere neuen Förderer! 🙂     —[LF]
Am Samstag waren Vertreter der Schülerfirma Fair: OK! Zu einem Frühstück im Elisenhof eingeladen, bei welchem ca. 15 Förderurkunden verkauft werden konnten. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Praas und Herrn Kolsdorf. Unter anderem waren auch der Eine-Welt-Laden und das Berufskolleg geladene Gäste, sowie das Café Hannes. Der stellvertretende Vorsitzende des Mönchengladbacher Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Herr Jost, war sehr am Odenkirchen-Café interessiert und kann sich gut vorstellen, diesen auch im Elisenhof anzubieten. ​​​​​​   —[FA]

 
Mitglieder unserer Firma und unser neuer Förderer Herr Sasserath